DIE GRÜNEN IN EDINGEN-NECKARHAUSEN

Artikel des Ortsverbandes im Amtlichen Mitteilungsblatt

Archiv 2007

6.12.2007:       Nicht nur reden, auch handeln ? UN-Klimagipfel auf Bali 

Die Erwärmung des Klimasystems ist jetzt schon nicht mehr umkehrbar, das sagt der Mitte November vorgestellte Report des UN-Klimarates IPCC. Dieser Report wird die Grundlage für den UN-Klimagipfel sein, der in diesen Tagen auf Bali stattfindet. Der vierte und abschließende Weltklimabericht benennt so eindeutig wie nie zuvor den Menschen als Verursacher der Erderwärmung. Er macht aber auch klar, dass es realistische und finanzierbare Wege gibt, mit dem Klimawandel umzugehen. Die Gelegenheit dafür die Weichen zu stellen haben die Politiker auf Bali. Es muss, wie der Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon fordert, ein ?globales Abkommen zwischen allen Nationen? erzielt werden. Auf der Basis einer wissenschaftlich fundierten Grundlage ist ein verbindliches Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll nötig, das weit über die Ziele der ersten Kyoto-Phase hinausgeht. 40% weniger CO2 bis 2020 und 80% weniger bis 2050 können angesichts der neuen Erkenntnisse nur die Untergrenze der deutschen Klimaziele sein. Während die Bundeskanzlerin im Vorfeld der Klimakonferenz in netten ?Sonntagsreden? viel vom Klimaschutz spricht, werden hier in Deutschland ungebremst neue Kohlekraftwerke gebaut und Dienstwagen, die besonders viel CO2 ausstossen, steuerlich gefördert. Beim Tempolimit ist die Bundesregierung vor den Lobbyinteressen eingeknickt. Doch nur wer im eigenen Land entschlossen handelt wird in Bali glaubwürdig verhandeln können. (UJ)

 

13.9.2007:       Bürgermeisterwahl am 30. September in Edingen-Neckarhausen: ?Der Schöne Weg?

Ulf Wacker hat ein umfangreiches Programm vorgelegt, das inzwischen auch an alle Haushalte verteilt ist. Es umfaßt acht Seiten und teilt doch nur das Notwendigste mit, es ist gegenüber der Urfassung stark gekürzt. Es ist natürlich ein Wagnis, ein achtseitiges Programm zu verteilen. Wer macht so was schon? Na, Ulf Wacker eben! Damit Sie wissen, was er als Bürgermeister auf den Weg bringen will.

Ursprünglich wollte ich hier ? wie es sich für die Grünen, die Ulf Wacker unterstützen, gehört ? einen Vergleich anstellen zwischen den umweltpolitischen Vorstellungen der Bürgermeisterkandidaten. Aber das geht nicht, weil die Kandidaten, außer Ulf Wacker, bislang kaum Konkretes zur künftigen Umweltpolitik gesagt haben. So habe ich beschlossen, einen Punkt aus Ulf Wackers Programm herauszugreifen, der mir besonders gut gefällt ? neben den Aussagen zur Wirtschafts- und Sozialpolitik, zur Bildungs- und Intergrationspolitik, natürlich auch zur Umweltpolitk insgesamt. Der Punkt heißt: ?Der Schöne Weg (nach Neu-Edingen)? und ist sozusagen ein grünes Herzstück.

?Der Schöne Weg? ist ein Projekt, das alle drei Ortsteile miteinander verbindet, dem Umweltschutz dient (Biotopvernetzung; dafür gibt?s übrigens Zuschüsse) und insgesamt die Attraktivität Edingen-Neckarhausens erhöht. Es ist ? lassen Sie es mich so sagen ? einfach ein begeisterndes Projekt, das Ulf Wackers Phantasie und Kreativität über den Alltag hinaus bezeugt. Stellen Sie sich vor, malen Sie es sich aus: eine 25 Meter breite Verbindung, eine ?Naturschneise?, am Neckar in der Mitte zwischen Edingen und Neckarhausen den Anfang nehmend, am Kultur- und Sportzentrum vorbeiführend und bis hinüber nach Neu-Edingen reichend! Eine Allee aus Büschen und Bäumen, dazwischen ein angenehmer, wunderschöner Spazierweg. Den man im Laufe der Zeit ausgestalten kann. Mit Kinderspielplätzen zum Beispiel, mit Skulpturen auch (Förderung regionaler Künstler und Künstlerinnen). Und denken Sie auch daran, wie sich das Ortsbild, aus allen Himmelsrichtungen, zum Vorteil verändern wird: Von überallher wird es einen schönen Anblick geben, von draußen wie von drinnen. Und die Ortsteile sind durch einen ökologisch wertvollen Spazierweg verbunden! (Uli Wetz)

 

6.9.2007:       Bürgermeisterwahl am 30. September in Edingen-Neckarhausen: Wechselstimmung!

Mit dem Auftreten eines weiteren Bürgermeisterkandidaten (Erwin Hund), für den sich inzwischen die CDU ? ja, man weiß es nicht so genau: irgendwie ?ausgesprochen? hat, ohne ihn ?unterstützen? zu wollen, ist jedenfalls eines deutlich geworden: Die vom Bürgermeisterkandidaten Ulf Wacker teils aufgegriffene, teils ausgelöste Wechselstimmung nach 16 Jahren Roland Marsch hat Fahrt aufgenommen und wirkt bereits erfreulich ansteckend.

Das kann auch nicht verwundern bei der Bilanz, die der amtierende Bürgermeister vorzuweisen hat. Gewiß, so richtig große Skandale hat er nicht produziert ? oder zumindest nichts, was in der Öffentlichkeit als solche wahrgenommen worden wäre. Aber was steht auf der Habenseite außer der Erledigung gesetzlich vorgeschriebener Verwaltungsaufgaben? Ich sehe da nicht viel ? höchstens viel Untätigkeit. Die Ortskernsanierung ist ihm in den Schoß gefallen und dennoch eher missraten, die Jugendpolitik war ihm schon immer wurscht, die Kulturpolitik ist so gut wie auf null, in der Verkehrspolitik tut sich nichts, von der vom BdS immer wieder eingeforderten Wirtschaftsförderung sieht man nichts, von einer Integrationspolitik hat man nichts mitbekommen, Neu-Edingen bleibt das ?fünfte? Rad am Wagen (siehe zum Beispiel die umgefallenen Straßenlaternen), zur Umweltpolitik mußte er geradezu getragen werden (und schmückt sich heute mit 200 Solaranlagen, die es im Ort gibt ? wie er sich überhaupt ganz gerne mal mit anderer Leute Verdiensten schmückt) ?

Kürzlich beim Sommerfest der SPD stellte Roland Marsch die Bilanz seiner 16 Jahre vor. In der Rhein-Neckar-Zeitung vom 28.8. heißt es dazu: ?Weil die Geselligkeit bei diesem Fest im Vordergrund stand, machte es der Bürgermeister sehr kurz ?? Ich glaube, der Grund für die Kürze war ein anderer: Es gibt einfach nicht viel zu sagen. (Uli Wetz) 

 

24.8.2007:       Bürgermeisterwahl im September in Edingen-Neckarhausen: 

Man sollte sich einmal grundsätzlich Gedanken machen, was ein Bürgermeister (oder eine Bürgermeisterin) ist oder sein müßte.

Ein Bürgermeister ist kein Zauberer. Das erwartet auch niemand. Ein Bürgermeister muß nicht einmal Ideen haben. Aber er muß den Willen und das Talent haben, Ideen in seiner Umgebung zu erkennen, aufzuspüren oder hervorzulocken und zu fördern. In keinem Fall darf er Ideen blockieren, nur weil er vielleicht selber keine hat. Sein Selbstbewußtsein darf sich nicht daraus speisen, daß er die Macht und das Geschick hat, Ideen abzuwürgen, sondern sein Selbstbewußtsein muß sich daran erfreuen können, daß er sich nicht nur als Manager einer funktionierenden Verwaltung, sondern auch als Manager von guten Ideen versteht.

Die Befugnisse eines Bürgermeisters sind begrenzt. In vielem gelten Bundes- und Landesgesetze, in vielem entscheidet der Gemeinderat. ? Gerade deshalb ist seine Persönlichkeit von außerordentlicher Wichtigkeit. Ein Bürgermeister sollte etwas verkörpern, er sollte für etwas stehen und dann auch dafür einstehen. Ein Bürgermeister kann ? über den ihm gesteckten Rahmen hinaus ? Dinge bewirken und auf den Weg bringen, wenn er sich nur glaubhaft und nachdrücklich dafür engagiert. Ein Beispiel: Wenn ihm nur an ordnungsgemäßer Verwaltung liegt und ihm zum Beispiel die Jugendpolitik gleichgültig oder ein zu schwieriges Pflaster ist, wird er die Jugendpolitik zwangsläufig an die Wand fahren; dann ist sie zwar ordentlich verwaltet, klebt aber kaputt an der Wand. Plus Folgekosten.

Ein Bürgermeister muß durch sein Leben und Auftreten und Wollen Zeichen setzen, Möglichkeiten eröffnen, auf Verwirklichungen drängen. Verwalten tut sich eine Gemeinde von ganz alleine, zumindest eine große Zeit lang. Dafür bürgt die Qualität des Rathauses, das sich in jahre- und jahrzehntelanger Entwicklung eingespielt hat. Der Bürgermeister aber muß vorhandene Kräfte bündeln oder ? wo noch nicht vorhanden ? wecken und ermutigen und als Person und Persönlichkeit den Willen vorleben, zum Wohl der Gemeinde und ihrer Bewohner und Bewohnerinnen Neues zu probieren, ohne gute Traditionen zu mißachten. (Uli Wetz)

 

16.8.2007:       Bürgermeisterwahl im September in Edingen-Neckarhausen: Rückblende 1991, Neckarbrücke

1991 ist Roland Marsch das erste Mal zum Bürgermeister gewählt worden (1999 das zweite Mal). Blicken wir zurück.

Schon 1991 war die Neckarbrücke von Neckarhausen nach Ladenburg ein Thema. Die Grünen haben im Bürgermeisterwahlkampf die damaligen Kandidaten zur Diskussion eingeladen, so auch den SPD-Kandidaten Roland Marsch. Was die Neckarbrücke betraf, so schwor er Stein und Bein, gegen sie zu sein, und für den Fall, daß er Bürgermeister werde, werde er alles ihm Mögliche unternehmen, um sie zu verhindern.

Der Teufel wollte es, daß auf der Tagesordnung der allerersten Gemeinderatssitzung, die er als frischgewählter Bürgermeister leitete, just diese Neckarbrücke stand: Die Gemeinde Edingen-Neckarhausen war zu einer Stellungnahme aufgefordert worden.

Roland Marsch stellte also, nach Erörterung des Sachverhalts, die Frage: Wer stimmt für die Brücke? Der Bürgermeister ist ja Vorsitzender des Gemeinderats und stimmt mit ab. Roland Marsch schaute also, nachdem er die Frage gestellt hatte, reihum, stellte fest, daß es eine Mehrheit für den Bau der Brücke gab ? und hob dann auch die Hand.

Nun könnte man sagen: Das war eine Bürgermeister-Jugendsünde; oder er war kurzfristig verwirrt; oder es war ein Versehen; oder was auch immer. Ich war damals irritiert und hätte gerne geglaubt, daß es so etwas wie eine Bürgermeister-Jugendsünde gewesen sei. Aber das war es nicht. Mir war bald klar: Der ist so, und der ändert sich auch nicht. 16 Jahre mit ihm als Bürgermeister haben mir das leider immer wieder bestätigt.

Roland Marsch hat zweifellos das Talent, keine Meinung zu haben und am Ende trotzdem immer irgendwie gut dazustehen. Die Frage ist, ob Edingen-Neckarhausen dieses Talent noch einmal acht oder 16 Jahre lang braucht.

Ich möchte nicht falsch verstanden werden: Dem Menschen Roland wünsche ich wirklich alles Gute. Aber Bürgermeister Roland Marsch? Es reicht jetzt wirklich. Die Zeit ist reif für einen Wechsel. (Uli Wetz)

 

9.8.2007:      Bürgermeisterwahl im September in Edingen-Neckarhausen: Wehrt sich der Bürgermeister gegen die Jusos?

Erfreulich, daß die Jusos (= Jungsozialisten = Jugendorganisation der SPD) auf meinen Artikel reagiert haben, in dem ich ihre Vorschläge zur Kulturpolitik lobend erwähnt hatte. Aber, und das ist weniger erfreulich, die Bremskraft des (noch?) amtierenden Bürgermeisters Roland Marsch, SPD, scheint ihre Wirkung auch auf die Jusos nicht zu verfehlen. Sie argumentieren seltsam verhalten, wie gebremst eben.

Die SPD selbst hat, wenn ich mich richtig erinnere, im Amtsblatt noch keinen Artikel für ihren Bürgermeister geschrieben. Das ist natürlich politisch klug, weil man so tun möchte, als sei Roland Marsch eigentlich gar kein SPD-Mitglied oder SPD-Mann. Die Jusos immerhin lassen sich auf eine Diskussion ein, möchten aber die Kulturpolitik aus dem Bürgermeisterwahlkampf heraushalten. Das ist ebenfalls politisch klug, denn ihr Kandidat hat da nicht viel vorzuweisen; genau betrachtet: gar nichts. Begründen tun die Jusos nicht, warum sie die Kulturpolitik heraushalten möchten. Man könnte genausogut sagen: Wir wollen die Sozialpolitik, die Schul- und Bildungspolitik, die Verkehrspolitik und überhaupt eigentlich alle Politik aus dem Bürgermeisterwahlkampf heraushalten. Ja, wir wollen gar keinen Wahlkampf, wir wählen einfach Roland Marsch, weil wir ihn sozusagen schon immer gewählt haben!

Ich möchte eigentlich die Jusos nicht attackieren, sie sind mir bei der SPD noch die Liebsten und Angenehmsten, und ich verstehe ihr Dilemma gut; frage mich allerdings, wie lange sie damit noch leben wollen.

Nun ja. Was mich jetzt interessiert: Wehrt sich Roland Marsch gegen die Jusos? Denn sie haben geschrieben, ?dass im Rathaus durchaus kulturelles Programm gestaltet wurde ? man denke beispielhaft an die zahlreichen Ausstellungen im umgestalteten Heimatmuseum, wie Graf-von-Oberndorff-Ausstellung, Fährausstellung oder Spielzeugausstellung, um nur die großen Drei zu nennen?. Also. Erstens: Soll da der Bürgermeister mit fremden Federn geschmückt werden? Wer hat denn da gestaltet? Das Rathaus? Zweitens: drei (?große?) Ausstellungen in 16 Jahren Amtszeit des Bürgermeisters? Das macht im Schnitt eine (?große?) Ausstellung pro 5,33 Jahre. Mehr soll nicht gewesen sein?

Ich frage mich nun, ob sich der Bürgermeister gegen diese Unterstellungen wehrt: erstens dagegen, sich mit fremden Federn schmücken zu sollen; zweitens dagegen, im Schnitt nur alle 5,33 Jahre für eine ?große? Ausstellung ? irgendwie ? als Hausherr ? als Bremser? ? verantwortlich gewesen zu sein. (Uli Wetz)

 

2.8.2007:      Ulf Wacker im Gespräch ? ein starker Auftritt

Die erste offizielle Wahlkampfveranstaltung des unabhängigen Kandidaten Wacker im Biergarten des ?Ochsen? lief anders ab als man sich gemeinhin Wahlkampfveranstaltungen vorstellt. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Sprecherin der Wählerinitiative und den Kandidaten selbst kamen zuerst einmal die Bürgerinnen und Bürger zu Wort. Gefragt war nach Themen, die Edingens Zukunft betreffen. Bewusst fasste Ulf Wacker den Ortsteil als solchen ins Auge und versprach, genauso auch die Neckarhäuser und die Neu-Edinger nach ihren Vorstellungen zu befragen. Dabei kamen Dinge zur Sprache, die den Edingern wirklich auf den Nägeln brennen: Durchgangsverkehr im Ort, Integration, die Zukunft der Hauptschule, Kinderbetreuung, Öffentlicher Nahverkehr, alles auf einer sehr konkreten Ebene, wie zum Beispiel das Problem der ?Sprinter? vor den Fenstern der Anwohner. Man merkte schnell, dass der Kandidat den Bürgerinnen und Bürgern zuhörte und ernsthaft nach Lösungen suchte oder bereits ausgiebig darüber nachgedacht hatte.

Ein Beispiel dafür: die Zukunft der Hauptschule. Wacker stellte der derzeit deprimierenden Perspektive der Hauptschule im Land und auch in unserer Doppelgemeinde eine klare positive Vision entgegen: Wenn die Hauptschule als Restschule verkümmert und das Gymnasium durch ?G8? (die Verkürzung der gymnasialen Schulzeit von neun auf acht Jahre) hohen Leistungsdruck erzeugt, dann wird die Realschule zum zentralen Schulzweig. In unserer Gemeinde sollte es möglich sein, einen vollwertigen Realschulabschluss zu erwerben. Nur so kann eine größere Zahl von Schülern weiterhin in der örtlichen Schule gehalten werden.

Wacker erklärte, er sei natürlich für ein längeres gemeinsames Lernen der Kinder, wie das auch in den meisten anderen europäischen Ländern üblich ist, was jedoch von der CDU-Landesregierung bisher stets abgelehnt wird. Mittlerweile wächst der Druck von unten jedoch so, dass das Land Schulversuche genehmigen wird, wenn eine ortsnahe Schule anders nicht mehr zu erhalten ist. Deshalb will sich Wacker für den Aufbau einer Realschule in enger Zusammenarbeit mit der Hauptschule als Schulversuch in Edingen-Neckarhausen einsetzen. Dabei wären Edingen, Neckarhausen und  Friedrichsfeld die natürlichen Partner. Auch der pädagogischen Forderung nach der Ganztagesschule schließt sich Wacker an.

Für solche Pläne braucht es allerdings Entschlossenheit und Wacker zeigte an diesem Abend, dass er entschlossen ist, wirklich etwas zu bewegen. (WH)

 

26.7.2007:      Bürgermeisterwahl im September in Edingen-Neckarhausen: Die SPD und ihr Bürgermeister

Man kann keinem Menschen vorwerfen, daß er mit Kultur nix am Hut hat ? es sei denn, er wäre zum Beispiel Bürgermeister. Zum Beispiel in Edingen-Neckarhausen. Was wir hier an Kultur haben, wird von Vereinen auf die Beine gestellt. Sie tun, was sie können, und das ist nicht wenig. Aber es ist nicht genug. Dennoch: Eine Kulturpolitik im Rathaus findet nicht statt. Seit 16 Jahren nicht. Und es wird auch für weitere acht, 16 ? Jahre keine stattfinden, wenn Roland Marsch wieder Bürgermeister wird.

Im Kommunalwahlkampf 2004 schrieb die SPD im ?Roten Faden. SPD-Zeitung für Edingen-Neckarhausen?, Ausgabe 3/2004, S. 1: ?Wir werden dafür sorgen, dass unsere Gemeinde attraktiv ist und bleibt für junge Familien und ausreichend Angebote für Jugendliche zur Verfügung stehen. ? Die Kandidaten und Kandidatinnen der SPD stehen für ? die Förderung einer lebendigen Sport- und Kulturszene.? ? ?? ausreichend Angebote für Jugendliche ??, ??Förderung einer lebendigen Kulturszene?: Klang gut, 2004. Und klingt 2007 immer noch gut. Getan hat sich aber nix. Na ja, immerhin haben die Jusos vor wenigen Monaten (im Jahr 2007 dann endlich!) ein paar bedenkenswerte Vorschläge zur Kulturpolitik gemacht. Gehört hat man seitdem nichts mehr davon. Das ist auch nicht verwunderlich. Denn die SPD in Edingen-Neckarhausen hat ein großes Handicap: ihren SPD-Bürgermeister Roland Marsch. (Sie sollte sich auch mal fragen, warum sie wohl bei der Kommunalwahl 2004 gleich zwei Sitze im Gemeinderat verloren hat.)

Auch hieß es auf S. 1 der SPD-Zeitung unter der Überschrift ?Aufschwung für Edingen-Neckarhausen?: ?Was wir brauchen, ist Mut, Kreativität und Selbstvertrauen. Wir müssen unsere Handlungsspielräume ausloten und neue Wege gehen, in allen Bereichen.? Ja, Pustekuchen! Ihr Bürgermeister hat ihnen die Flausen gründlich ausgetrieben! Die SPD braucht jetzt tatsächlich viel Mut, Kreativität und Selbstvertrauen, obendrein noch eine gehörige Portion Realitätsverlust, will sie Roland Marsch erneut im Bürgermeisterwahlkampf unterstützen ? (Uli Wetz; uli.wetz@online.de)

 

19.7.2007:      Harmonisches Grillfest in der Edi-Strasse mit Kuhn, Uli Sckerl und Ulf Wacker

Es ist jetzt schon eine schöne Tradition, dass wir politische Prominenz zu unserem sommerlichen Grillfest in der Edi-Strasse begrüßen können: Fritz Kuhn, der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag und unser Landtagsabgeordneter Uli Sckerl hatten in diesem Jahr viel Zeit, aber auch ernste Themen im Gepäck.

Integration ? insbesondere die schwankende Haltung der CDU zwischen Integrationsgipfel und Zuwanderungsgesetz ?, Afghanistan und "Grüne Marktwirtschaft" bestimmten die Rede von Fritz Kuhn. Mit der Entwicklung der Hauptschule und ebenfalls dem Klimaschutz setzte sich Uli Sckerl auseinander. Für alle Zuhörer, Mitglieder und Sympathisanten der Grünen, aber auch Anhänger anderer Parteien, waren die Reden der beiden "Politstars" wieder eine besondere Gelegenheit, Bundes- und Landespolitik aus erster Hand zu erleben.

Ulf Wacker, (unser) unabhängiger Kandidat für die Bürgermeisterwahl am 30. September, bezog die Themen der Bundes- und Landespolitiker auf die konkrete Situation vor Ort. Er kündigte an, sich als Bürgermeister nicht in allgemeinen Debatten zu verlieren und Aktivität nicht nur vorzutäuschen, sondern die konkreten Herausforderungen anzugehen: Bei der Integration werde er sich ("Fordern und Fördern") für eine intensive Sprachbildung von der Kindergrippe über die Kindergärten bis in die Grundschule einsetzen und dabei die Mütter und Väter nicht vergessen; bei den anstehenden Veränderungen in den Hauptschulen werde er sich für ein Modellprojekt einer zweizügigen Ganztages-Haupt- und Realschule mit großer Durchlässigkeit zwischen den Schulformen stark machen; die Lösung des Sprinterproblems im Unterdorf von Edingen werde ganz oben auf seiner Aufgabenliste stehen.

Beim Klimaschutz müsse die Gemeinde, so Ulf Wacker, vor allem bei eigenen Gebäuden, Anlagen und Fahrzeugen konsequent Geld und CO2 sparen und mit gutem Beispiel vorangehen. Die Selbständigkeit unserer schönen Gemeinde zwischen Mannheim und Heidelberg biete da besondere Handlungsmöglichkeiten. Ein kleineres Baugebiet mit ausschließlich individuell geplanten und errichteten Passivhäusern werde ökologisch orientierte und verantwortungsbewußte Neubürgerinnen und Neubürger anziehen und dem lokalen Handwerk Gelegenheit geben, seine Kompetenz beim Klimaschutz und Sparen unter Beweis zu stellen.

So angeregt bestand noch lange die Möglichkeit, mit Fritz Kuhn, Uli Sckerl und Ulf Wacker zu diskutieren - und die leckeren Grillereien und mitgebrachten Salate zu genießen. Wie man hört, zogen sich die letzten Edi-Sträßler ? denen wir für ihr Verständnis und für ihre Unterstützung danken ?, erst gegen zwei Uhr in die Häuser zurück. (WH)

 

12.7.2007:      ?Tausendmal diskutiert, tausendmal ist nichts passiert ??

Das Gebiet Goethestraße?Friedrichsfelder Straße?Hauptstraße?Grenzhöfer Straße ist, was den Straßenverkehr betrifft, ein hoch problematisches. ? Eine Verkehrstagfahrt ist eine Veranstaltung, bei der die für den Straßenverkehr Verantwortlichen problematische Gebiete oder unfallträchtige Gegebenheiten besichtigen. ? Am 19.7.07 findet eine Verkehrstagfahrt im genannten problematischen Gebiet statt. Die Verantwortlichen sind Vertreter sowohl der Gemeinde und wie auch des Landkreises Rhein-Neckar (unter anderem deswegen, weil die Friedrichsfelder Straße und die Grenzhöfer Straße Kreisstraßen sind). Sie beginnt um 15.00 Uhr an der Ecke Anna-Bender-/Wilhelmstraße und dauert ungefähr bis 18.00 Uhr. Schätzungsweise zwischen 15.30 und 16.00 wird man sich im Bereich Goethestraße, Grenzhöfer Straße und Friedhofweg aufhalten. ? ? ? Es ist in diesem Gebiet die wer weiß wievielte Verkehrstagfahrt ? wahrscheinlich seit Jahrzehnten, zumindest in den letzten 16 Jahren. Außer daß mal ein Parkplatz von hier nach dort verschoben wurde, waren sie ausnahmlslos ohne wirkliches Ergebnis, obwohl die Anwohner und Anwohnerinnen seit vielen, vielen Jahren über den weitgehend ungebändigten Verkehr klagen. Der Spruch: ?Tausendmal diskutiert, tausendmal ist nichts passiert?, paßt. Es paßt aber noch eher die Umformulierung: ?Tausendmal riskiert, dem Himmel sei Dank ist nichts passiert?, denn der riskante Verkehr in diesem Gebiet bedroht Gesundheit oder gar Leben. ? ? ? Aus eigener Erfahrung (zweimal Glück gehabt!) kann ich sagen, daß zum Beispiel die Grenzhöfer Straße eine Gefährdung höchsten Grades darstellt. Besonders Kinder begeben sich in große Gefahr, wenn sie zum Beispiel, das Haus verlassend, den Gehweg auch nur betreten. Es ist nicht zu verantworten, daß an diesem Zustand so lange Zeit nichts grundlegend geändert wurde. Die Frage ist, leider, wie so oft: Muß erst etwas passieren, damit etwas passiert? ? ? ? Der Bürgermeisterkandidat Ulf Wacker hat ein Konzept, wie man den Verkehr in diesem problematischen Gebiet zivilisieren kann. Dieses Konzept hat drei unschätzbare Vorteile: Es kostet wenig Geld, es kann rasch umgesetzt werden, und es wirkt sofort. Ulf Wacker wird es im Wahlkampf in einer öffentlichen Veranstaltung vorstellen. (Uli Wetz)

 

5.7.2007:      Grüne wollen Wacker

In der Freitags-Sitzung der Grünen erläuterte Ulf Wacker seine Pläne für den Bürgermeister-Wahlkampf und stellte sich den kritischen Fragen der grünen Sympathisanten und Mitglieder. Er stellte klar, dass er als unabhängiger Kandidat nicht nur um grüne Stammwähler, sondern auch um Wähler anderer Parteien werben wird. Das bedeute keinen Verzicht auf ein ökologisches Wahlprogramm. So will er ganz gezielt die Biotopvernetzung über die Gemeindegrenzen hinweg vorantreiben. Die Gemeinde müsse eine Vorbildfunktion wahrnehmen und bei der Sanierung von eigenen Gebäuden einen hohen Standard im Klimaschutz erreichen.

Einwände gab es gegen Wackers Vorhaben, zwei Passivhaus-Baugebiete mit ca. 30-40 Einheiten auszuweisen. Wacker erläuterte, dass er diese trotz Flächenverbrauchs und Bodenversiegelung für erforderlich hält, um die Attraktivität der Gemeinde auch für  Neubürger zu gewährleisten und ein Zeichen für eine aktive, zukunftsgewandte Entwicklung der Gemeinde zu setzen.

Die Grünen sehen in der unabhängigen Kandidatur Wackers, der sich mit großer Tatkraft, echtem Interesse und intensiver Kenntnis der örtlichen Szene für die Gemeinde engagiert, eine große Chance für die Gemeinde, aus der Lethargie zu erwachen.  (WH)

 

28.6.2007:      Klimaschutz zum selbermachen ? Tipps für jeden Tag

Was ist der beste Platz für meinen Kühlschrank? Wie heize ich sinnvoll? Und wo kann ich im Alltag mehr für das Klima tun? Anregungen, Tipps und Wissenswertes für mehr Klimaschutz im Alltag. Besonders viel CO2 lässt sich im eigenen Haushalt einsparen. Und das mit wenig Aufwand. Der Wechsel zu einem grünen Stromanbieter, der auf Kohle und Atom verzichtet, ist denkbar einfach und preiswerter, als meistens angenommen. Zum Beispiel über das Aktionsbündnis ?Atomausstieg selber machen?: www.atomausstieg-selber-machen.de. Ohne den Modus ?Stand-by? an Elektrogeräten würde Deutschland zwei Kraftwerke sparen. 70 Prozent seines Stroms verbraucht beispielsweise ein Computer im Stand-by-Modus. Besonders hoch ist der Energieverbrauch des Bildschirms. Deshalb: elektrische Geräte immer vollständig ausschalten; mit einer ausschaltbaren Mehrfachsteckdose ist das ganz einfach. Eine effiziente Waschmaschine kann über 35 Euro im Jahr sparen. Dabei gilt: Je geringer Waschtemperatur und Waschdauer, desto weniger Strom wird insgesamt verbraucht. Nur stark verschmutzte Wäsche braucht es heisser als 40 Grad. Effizient waschen bedeutet auch, das Trommelvolumen voll zu nutzen. Das Waschprogramm ½ meint übrigens nicht die halbe Wassermenge, sondern die halbe Wäschemenge und spart deshalb auch keinen Strom. Zweimal das Sparprogramm ½ zu verwenden verbraucht mehr Strom und Wasser als einmal das Standardprogramm. Wäschetrockner verbrauchen doppelt soviel Energie wie eine Waschmaschine bei der gleichen Wäschemenge. Deshalb die Wäsche möglichst an der frischen Luft trocknen lassen. Mehr Tipps finden Sie unter www.gruenes-klima.de oder in der nächsten Zeit hier. (UJ)          

 

21.6.2007:     G-8-Gipfel in Heiligendamm: Antwort an die Jusos

Die Artikelfolge der Jusos im Amtlichen Mitteilungsblatt Nr. 23 und 24 scheint mir, wenn ich mir das Urteil erlauben darf, durchdacht und in sich schlüssig. Dennoch möchte ich widersprechen. ? Es heißt (in Nr. 24): ?Schon jetzt steht fest, dass Heiligendamm keine Ergebnisse bringen wird.? Ich finde, es gibt durchaus beachtliche Ergebnisse (?beachtlich? natürlich immer nur unter dem Aspekt des überhaupt Machbaren). Beispiel Klima: US-Präsident Bush hat sich in letzter Sekunde entscheidend bewegt (er räumte endlich ein, daß es überhaupt ein menschengemachtes Problem gibt; er sagte zu, eine 50%ige Reduktion des Kohlendioxidausstoßes ?ernsthaft in Betracht zu ziehen?; und, vor allem, er stimmte zu, daß dieses Projekt von der UNO betrieben werden soll). Das ist viel ? die USA werden nicht dahinter zurückkönnen ? und mehr, als man erwarten konnte. Und es ist ein Verdienst der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Da sollte auch die SPD mal so anständig sein und das anerkennen, statt kleinmäulig herumzumeckern, man hätte es besser machen können. Wer, bitte schön? ? ? ? Was ich eigentlich sagen will, und zwar dazu, daß solche Treffen wie das in Heiligendamm überflüssig und überdies nicht legitimiert seien: Letzteres stimmt, demokratisch legitimiert sind sie nicht. Andererseits kann es niemand irgendwem verbieten, sich irgendwann und irgendwo zu treffen, miteinander zu reden und auch ? für sich! ? bestimmte Dinge zu beschließen. ? ? ? Aber: Wir brauchen solche Treffen aus zwei Gründen. Erstens: Ohne Medienpräsenz geht nichts voran. Das ist schlecht, weil Ereignisse in Rummel umkippen können. Das ist aber auch gut, und zwar sehr gut, weil es letztlich Demokratie garantiert. Zweitens: Man darf bitte nicht unterschätzen, daß bei solchen Treffen enorme gruppendynamische Prozesse in Gang gesetzt werden, die auch nur so möglich und die erforderlich sind, will man Ergebnisse erzielen. Dazu gehört natürlich auch der Druck von außen: der von G-8-Gegnern und -Kritikerinnen. Das ergab insgesamt eine Atmosphäre, die Entscheidungen herbeizuführen half oder gar erst ermöglichte. ? ? ? Kurz: Ich wage die These, daß es ohne diesen G-8-Gipfel nie und nimmer gelungen wäre, Präsident Bush von der Stelle bewegen. Ich weiß, es ist bitter, das als Fortschritt bezeichnen zu müssen. Aber die Welt ist nun mal so. (Uli Wetz)

 

14.6.2007:    ?Moschee? in Edingen-Neckarhausen: Antwort an Herrn Christian Volk (CDU)

Herr Volk schreibt im Amtlichen Mitteilungsblatt Nr. 22 vom 31.5 07, daß die hiesige Islamische Gemeinde eine ??Moschee? errichten? möchte. Er gebraucht das Wort ?Moschee? in Anführungszeichen, aber er gebraucht es durchgehend ? mit einer Ausnahme, da spricht er von ?Gebetsräumen?.

Und um Gebetsräume geht es nun ja wirklich, nicht um eine Moschee ? ob mit oder ohne Anführungszeichen. Ich denke, wir alle sollten fair zu bleiben versuchen. ? Herr Volk führt, soweit ich sehe, nur ein Argument an, warum die Islamische Gemeinde in Edingen-Neckarhausen keine Gebetsräume anmieten  können sollte: das der Verhältnismäßigkeit. Er sagt: ?Oder ist mit der Einrichtung von Gebetsräumen die Verhältnismäßigkeit im Bezug auf die Größenverhältnisse unserer Gemeinde außer Acht geraten?? Und er sagt, die muslimischen Gläubigen hätten ?genügend andere Möglichkeiten?, nämlich ?in den Umlandgemeinden, z.B. in Schwetzingen oder ? Mannheim?.

Wenn man diesen Gedanken zu Ende dächte, müßte man schließlich auch sagen: Was brauchen wir in Edingen-Neckarhausen Einkaufsmärkte? Es gibt doch genügend davon in den Umlandgemeinden! Und: Brauchen wir je zwei Kirchen in beiden Ortsteilen?

Ich erinnere mich an ein schönes Beispiel gelebter Demokratie und kultureller Verständigung. Anfang der 90er Jahre haben Muslime mich gebeten, Ihnen dabei behilflich zu sein, für den Ramadan Gebetsräume zu finden. Und ich, der rundum Nichtgläubige, habe sie gefunden: bei Herrn Pfarrer Schmitt. Und so haben einen Monat lang Muslime und Musliminnen in Räumen der katholischen Kirche in Edingen gebetet.

Übrigens: Ich, der ich ja nun kein Fan der CDU bin, habe großen Respekt davor, daß der CDU-Innenminister Wolfgang Schäuble erstmalig eine Islam-Konferenz in Deutschland ins Leben gerufen hat ? eine Sache, die Rot-Grün in sieben Jahren Regierungszeit nicht hingekriegt hat. Darüber könnte die CDU sich doch freuen!

Noch etwas: Herr Volk schreibt über die CDU: ?Sachpolitische Entscheidungen, die die größte politische Kraft in Edingen-Neckarhausen trifft, sind zu akzeptieren.? Ich weiß nicht recht, was mit ?akzeptieren? genau gemeint ist. Was mich angeht, so respektiere ich sie selbstverständlich. So wie ich als guter Demokrat, der zu sein ich mich täglich bemühe, selbstverständlich auch Entscheidungen oder Meinungen von Minderheiten respektiere. (Uli Wetz)

 

6.6.2007:    Stand by-Funktion bei Elektrogeräten ? Stecker raus!

Wir könnten mehrere Atomkraftwerke abschalten, wenn wir konsequent auf Elektrogeräte mit ?Stand-by?-Funktion verzichten würden. Das lesen wir öfter, aber viele fragen sich: Ist das nicht maßlos übertrieben?

Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes gehen elf Prozent des Stromverbrauchs in Haushalten und Büros auf das Konto von Leerlaufverlusten. Im Klartext heißt das, Geräte brauchen Strom, obwohl wir sie gerade nicht benutzen. Das macht 20 Milliarden Kilowattstunden aus, und das entspricht tatsächlich der Leistung von mehreren Atomkraftwerken. Es muss übrigens nicht immer ein rotes Lämpchen brennen, manche Geräte bleiben ohne sichtbares Signal in Bereitschaft und damit am Netz.

Eine Verbrauchsfalle sind auch Geräte mit eingebauter Uhrfunktion; sie verbrauchen fortwährend Strom ? was nebenbei bemerkt, ja nicht nur dem Klima schadet sondern auch die Haushaltskasse belastet. Wem die ausschaltbare Steckdosenleiste zu hässlich ist, dem hilft nur eines: Stecker raus!

Und beim Kauf neuer Geräte auf Energieeffizienz achten. Dabei hilft zum Beispiel die ?Gemeinschaft Energielabel Deutschland?, die Büro- und Unterhaltungselektronikgeräte bewertet. Beim Kauf von Haushaltsgeräten ist bereits heute die Energieeffizient aufgrund einer EU-Richtlinie erkennbar. Also: Augen auf beim Kühlschrankkauf und immer A oder besser A++ kaufen. Und bevor man sich auf den Weg zu den großen Elektromärkten auf der grünen Wiese macht ? die Händler vor Ort beraten gerne und persönlich vor dem Kauf und sind dann auch bei möglichen Reparaturen nicht weit. (UJ)

 

31.5.2007:     Afghanistan und Bundeswehr

In der vorletzten Woche sind bei einem Selbstmordanschlag in Afghanistan drei Bundeswehrsoldaten getötet und mehrere teils sehr schwer verletzt worden. (Eine größere Anzahl von Afghanen wurde ebenfalls getötet oder schwer verletzt.)

Das ist tragisch ? sowieso, aber ganz besonders natürlich für die Angehörigen, Freunde und Bekannten. ? Dennoch muß die Frage erlaubt sein: Worüber erregen sich eigentlich die bundesdeutschen Politiker und Politikerinnen, die jetzt einen Abzug der bundesdeutschen Truppen aus Afghanistan fordern oder immerhin in Erwägung ziehen? Es sind zum Teil dieselben, die einem Engagement in Afghanistan zugestimmt haben. Glaubte man, Soldaten in einen Krieg schicken zu können, ohne daß sie auch mal töten müßten oder auch mal getötet werden könnten? Es mag das von den USA diktierte und dominierte Konzept des Eingreifens in Afghanistan falsch sein (ich halte es für falsch). Aber ist deswegen jedes Eingreifen falsch? Das bundesdeutsche Konzept scheint mir zweifellos zustimmungswürdig, aber auch dieses Konzept muß Tote einkalkulieren. Was wäre denn die Alternative zum bundesdeutschen Konzept, das ja vor allem auf zivile Hilfe setzen möchte? Kapitulation? Rückzug? ? und dann ??

Andererseits muß ich aber auch sagen: Ich finde es erfreulich, daß sich die heutigen Deutschen schwertun mit militärischen Einsätzen und sie, wenn sie denn nötig erscheinen mögen, weitgehend zivilisieren wollen. Das gefällt mir außerordentlich gut. (Auf die durchaus auch imperialistische Komponente der Angelegenheit einzugehen fehlt mir hier der Platz.) (Uli Wetz)

 

17.5.2007:    Grüne begrüßen Bürgermeisterkandidatur von Ulf Wacker

Was schon länger in internen Kreisen diskutiert wurde, ist nun öffentlich. Ulf Wacker hat zuerst auf einer privaten Feier und letzte Woche auch in einem Pressegespräch angekündigt, dass er  für das Amt des Bürgermeisters von Edingen-Neckarhausen kandidieren will.

Für uns Grüne ist dieser Kandidat kein Unbekannter. Er sitzt seit bald vier Jahren für die Grünen im Gemeinderat, wo er sich schon einen Namen gemacht hat durch sachorientierte Mitarbeit und klare und durchdachte Positionen. Dabei konnte er auf seine gute Kenntnis der Verhältnisse in der Gemeinde, seine intensive Beteiligung am Vereinsleben der Gemeinde, aber auch auf seine Erfahrung als Anwalt und Mediator zurückgreifen. Obwohl er erst seit relativ kurzer Zeit bei den Grünen mitarbeitet und kein Mitglied der Partei ist, hat er sich stets für ökologische und soziale Belange im Sinne grüner Politik eingesetzt. Mit seinem  Blick für wesentliche politische Grundlinien, seinen kreativen Ideen und seinem Humor hat er unseren Ortsverband wesentlich bereichert.

Allerdings tritt er als unabhängiger Kandidat an und nimmt für sich in Anspruch, für die Belange aller Bürger einzutreten. Unter ?www.ulf-wacker.de? finden Sie sein Wahlkampf-Tagebuch.

Selbstverständlich erfordert die Unterstützung eines unabhängigen Kandidaten durch den grünen Ortsverband eine demokratische Entscheidung. Wir werden in den nächsten Wochen in einer zu diesem Thema einberufenen Mitgliederversammlung darüber beschließen und diskutieren, auf welche Weise wir ihn bei seiner Kandidatur unterstützen können.

Was die Erfolgschancen angehen, so sind wir guten Mutes. Gerade hat der grandiose Wahlerfolg der Grünen in Bremen wieder gezeigt, dass die Grünen nach wie vor großen Rückhalt in der Bevölkerung haben und stets für Überraschungen gut sind. Ökologische Politik ist längst kein Randthema mehr, sondern ein Zukunftsthema, ja, auch ein knallhartes Wirtschaftsthema. Viele Politiker setzen nun auf dieses Pferd, auch in den anderen Parteien. Ulf Wacker ist eine Persönlichkeit, die eine lokale Umsetzung dieser Ziele authentisch verkörpern kann. (WH)

 

10.5.2007:      ?Das Klima ändert sich! ? Und zwar heftig!?

So die Aussage des Klimaforschers Prof. Dr. Graßl bei seinem Vortrag in Schrießheim. Obwohl unsere Region glimpflich davonkommen könnte mit einer Erhöhung von zunächst 3 Grad, bedeutet dies jedoch ? jetzt bereits erkennbar ? das Aus für die Fichte. Welche Bäume stattdessen unsere Wälder ausmachen könnten, bleibt eine ungelöste Frage.

Allerdings ging es Graßl keineswegs um Panikmache. Ganz im Gegenteil betonte er, dass der Klimawandel sehr wohl noch zu beeinflussen ist. Es sind ganze ?Familien von Szenarien? berechnet worden, wie die Entwicklung und das Verhalten der Menschen die weitere Erwärmung des Klimas bestimmen können. Unausweichlich ist wohl, dass zurzeit das weltweit stärkste Wirtschaftswachstum im Gange ist, das es jemals gab. Über die Hälfte der Menschheit erlebt ein stärkeres Wachstum als bei uns während des ?Wirtschaftswunders?.

Wir brauchen schon eine erhebliche Effizienzsteigerung, um dort den Energiebedarf nicht zu vervierfachen, sondern ?nur? zu verdoppeln. Eine Hoffnung besteht darin, dass in reichen Gesellschaften weniger Kinder geboren werden, dass also das Bevölkerungswachstum sich verlangsamen könnte ? vorausgesetzt, der Reichtum wird einigermaßen gerecht verteilt.

Ganz entscheidend kommt es darauf an, dass die Menschen, die Staaten miteinander reden und Entscheidungen gemeinsam treffen, statt gegeneinander zu arbeiten oder gar Kriege zu führen. Eine große Chance sieht Graßl darin, dass im internationalen Maßstab ein juristischer Rahmen geschaffen wurde, mit dem Energieeinsparungen vereinbart und auch durchgesetzt werden können (mit ein Verdienst von Angela Merkel, wie Graßl betonte). Man merkte: Hier sprach kein Grüner, und es ging nicht um Propaganda für eine politische Richtung. Die Lösung liegt nicht in asketischem Verhalten einzelner, sondern wir müssen den Klimawandel als gemeinsame Aufgabe betrachten, die nicht isoliert zu lösen ist, sondern zusammen mit der sozialen Frage und der internationalen friedlichen Zusammenarbeit.  (WH)

 

3.5.2007:      Der Tag der Alternativen Energien

..war Anlass für einen Info-Stand der Grünen am Edinger Messplatz bei herrlichem Sommerwetter. Wir informierten mit der Klimazeitung und mit einem Elektromobil als Demonstrationsobjekt über Möglichkeiten, mit kleinen Verhaltensänderungen etwas für den Schutz unseres Klimas zu tun. 

Hier ein kleines Beispiel: Zahlreiche Zeitgenossen fuhren während unseres Aufenthaltes am Messplatz mit verschiedensten Fahrzeugen vor, etwa die Hälfte mehr oder weniger schwer motorisiert, mit Stern oder ohne am Fahrzeug, einige empfanden unseren Stand vielleicht als stummen Vorwurf. So war es nicht gemeint, denn wir Grünen wissen selbst, wie schwer es ist von alten Gewohnheiten Abschied zu nehmen und z.B. das Fahrrad zu nehmen, wenn man ein großes Paket zur Post bringt, wenn man es eilig hat. Es braucht viel Überzeugungsarbeit und Selbsterziehung, bis man seine Gewohnheiten verändert. Das Schöne ist, dass man mit Klimaschutz nebenbei bares Geld sparen kann. Die kleine Ellie, das Elektroauto, braucht auf 100 km nur (Öko-)Strom für 1,20 ? und hat einen nicht zu verachtenden Wert als Statussymbol. Und noch günstiger und sportlicher geht es mit dem Fahrrad oder zu Fuß. 

Natürlich freuten wir uns am herrlichen Sommerwetter, aber das darf uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass gerade diese angenehme Erscheinung ein Warnsignal ist. Noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war ein April so warm, so regenarm. Wie wird der Sommer sein, der nun folgt? Vielleicht wird dieser April als Menetekel für eine Menschheitskrise in die Geschichte eingehen. (WH)

 

26.4.2007:      ?Das Klima ändert sich! ? Und zwar heftig!?

Vortrag vom Klimaexperten Prof.Graßl in Schriesheim.

Seit wenigen Wochen ist der Klimawandel in aller Munde. Die Fakten der internationalen Klimaforschung sprechen eine harte Sprache. Die Klimaänderung verläuft rasant, die Erderwärmung ist in vollem Gange. Die Forscher geben der Welt ein Zeitfenster von 15-20 Jahren, um entscheidende Schritte zur Begrenzung des Klimawandels einzuleiten. Jetzt ist es notwendig, dass  möglichst viele Bürgerinnen und Bürger die wichtigen Informationen über den Klimawandel aus erster Hand erfahren. 

Der Landtagsabgeordnete Uli Sckerl lädt in Zusammenarbeit mit der Grüne Liste Schriesheim deshalb zu einem hochinteressanten Vortrag mit dem bekannten Hamburger Klimaforscher Prof. Dr. Hartmut Graßl am Donnerstag, 3. Mai 2007, nach Schriesheim ein (20 Uhr, Feuerwehrhaus).

Graßl gehört zu den bedeutendsten Klimaforschern und leitete viele Jahre lang das Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg. Er erforscht seit Jahrzehnten in zahlreichen Funktionen den Klimawandel und die Erderwärmung und hatte einen Lehrstuhl am Institut für Meteorologie der Hamburger Universität inne. Er war u.a. Direktor des Weltklima-Forschungsprogramms in Genf und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung.

Graßl wird in Schriesheim die neuesten Erkenntnisse der internationalen Klimaforschung vorstellen und erläutern. Er ist bekannt für seine außerordentliche Fähigkeit, die komplexen Zusammenhänge des Klimawandels eingängig und verständlich darzustellen. Der Eintritt ist frei. (WH)

 

19.4.2007:      Was gestern Recht war ? Oettingers Welt 

Der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) hatte in seiner Rede anlässlich der Beerdigung des ehemaligen baden-württembergischen  Ministerpräsidenten Hans Filbinger gesagt, dieser sei kein Nationalsozialist gewesen, sondern ein Gegner des NS-Regimes. Filbinger habe sich den Zwängen des Regimes sowenig entziehen können ?wie Millionen anderer Deutscher?.

Oettinger zeichnet uns das Bild eines ganz normalen Bürgers, der auf den Lauf der Dinge kaum Einfluss hatte. Filbinger war während des Dritten Reiches Marinerichter. Hatte er in dieser Rolle wirklich ?keine Entscheidungsmacht oder aber keine Entscheidungsfreiheit? gehabt? In Oettingers Darstellung des Normalbürgers unter der Nazi-Herrschaft fehlt die Kategorie des Handlungsspielraums. Filbinger hätte im Fall des Matrosen Walter Gröger das Todesurteil verhindern können, wenn er die Bestätigung des Urteils um einige Wochen bis zum nahen Kriegsende verzögert hätte. Es gab Handlungsspielräume, es gab Alternativen zum bedingungslosen Befehlsvollzug - auch für die Justiz.

Oettinger hat mit der Rehabilitierung des Marinerichters Filbinger bis nach dessen Tod gewartet. Die Angehörigen der Opfer allerdings leben noch. Welches Motiv hatte er für den Versuch, Filbinger als Gegner des Nationalsozialismus darzustellen? Wollte er den Traditionalisten in seiner Partei gefallen ? auch Fraktionschef Mappus lobte ihn dafür ? ganz im Widerspruch zu seinem sonstigen Verhalten. Wollte er alte Streitigkeiten innerhalb seiner Partei beenden? Filbinger war 1978 von eigenen Parteifreunden zum Rücktritt gedrängt worden.

Wie auch immer, seinen Ideen, der Wegbereiter von Schwarz-Grün in Baden-Württemberg zu sein hat der Ministerpräsident  mit dieser Trauerrede erst einmal die Grundlagen entzogen. (UJ)

 

12.4.2007:      Nachdenken über Amtszeiten in Demokratien, auch über die von Bürgermeistern

Edmund Stoiber, seit 1993 bayerischer Ministerpräsident, wollte im Falle seiner Wiederwahl weitermachen bis 2013. Das erschien einigen in der CSU dann doch zu lange, obwohl sie an seiner Politik nichts auszusetzen hatten ? im Gegenteil. Deswegen gab es kürzlich in Wildbad Kreuth ein für alle unwürdiges Schauspiel, und Stoiber wurde gezwungen aufzugeben. Bei allem, was an Edmund Stoiber auszusetzen wäre ? ein solch schimpfliches Schicksal hat er wirklich nicht verdient. Und niemand hätte es verdient. Aber unser Wahlrecht provoziert solche Schicksale.

Andere Demokratien bauen da vor ? zum Schutz der Demokratie und zum Schutz der gewählten Personen. Der amerikanische Präsident (ausgestattet mit sehr großer Machtfülle) zum Beispiel kann maximal für zweimal vier Jahre gewählt werden. Eine ähnliche Beschränkung kennen wir in Deutschland nur für den Bundespräsidenten (ausgestattet mit keinerlei Machtfülle). Konrad Adenauer war 14 Jahre lang Bundeskanzler, Helmut Kohl 16 Jahre. Eindeutig zu lange.

 

Zu Bürgermeistern: Nach § 46 der Gemeindeordnung von Baden-Württemberg darf zum Bürgermeister gewählt werden, wer das 25., aber noch nicht das 65. Lebensjahr vollendet hat. Die Amtszeit beträgt acht Jahre. Das heißt, theoretisch könnte jemand fünfmal gewählt werden, das bedeutete 40 Jahre Amtszeit. Nun ist es eher ungewöhnlich, daß jemand gleich mit 25 Bürgermeister oder Bürgermeisterin wird, aber mit Mitte 30 etwa doch schon. Das könnte dann immer noch auf eine Amtszeit von 24 oder 32 Jahren hinauslaufen. Es ist, völlig unabhängig von Personen, die Frage, ob eine solch lange Amtszeit guttut. (Uli Wetz)

 

5.4.2007:      Streit um Mindestlöhne ? SPD spielt Opposition 

In der Auseinandersetzung um Mindestlöhne in der Regierungskoalition hat die SPD nun zu einem typisch oppositionellen Mittel gegriffen, obwohl sie selbst Regierungsverantwortung trägt: Sie hat eine Unterschriftenaktion organisiert. Sie versucht damit ihre innere Zerreißprobe durch einen Spagat zu bewältigen. Einerseits ruft sie die Basis zu Aktionen auf, andererseits hält sie an der Spitze den Koalitionsfrieden. Es gibt aber politische Fragen, bei denen eine Partei nicht kompromissfähig sein darf.

Die SPD ist dabei, ihr politisches Profil vollständig zu verlieren. Wenn sie sich als gleichstarker Partner in der Koalition mit Müntefering als zuständigem Minister in einer Frage, bei der 70 % der Bevölkerung gleicher Meinung sind, nicht durchsetzt, dann kann die CDU sich ins Fäustchen lachen, dann ist die SPD endgültig abgehalftert. 

Mindestlöhne sind sicherlich nicht ganz unproblematisch. Was in einer Region oder Branche schon als Lohndumping gelten müsste, kann in einer anderen Region oder Branche Betriebe in den Ruin treiben. Aber mit der Bereitschaft, sich an Tariflöhnen zu orientieren, ist die SPD hier der Wirtschaft weit genug entgegengekommen. Wenn sie hier hart bleibt, hat sie die volle Unterstützung der Grünen. Wenn nicht, überlässt sie ihr ureigenes Politikfeld der Linkspartei. (WH) 

 

29.3.2007:      Sprit sparen ? Umwelt und Geldbeutel schonen

?ECO-Driving? ist ein umweltschonender Fahrstil, mit dem man den Treibstoffverbrauch um bis zu 30% senken kann! Dazu an dieser Stelle einige Tipps:

Tipp1: Schalten Sie schon nach einer Wagenlänge in den 2.Gang. Schon mit 50 km/h kann man im 5.Gang fahren und spart dabei bis zu 35 %. Ideale Reisegeschwindigkeit auf der Autobahn ist 120-130 (Wo es erlaubt ist!)

Tipp 2: Bergab zum Nulltarif ? um die Geschwindigkeit zu drosseln vor der Ampel, beim Abfahren von der Autobahn einfach den Fuß vom Gas nehmen. Sobald sich der Wagen mit eingelegtem Gang ganz ohne Gas vorwärtsbewegt, braucht er keinen Sprit.

Tipp 3: Energiefresser wie Klimaanlage und Heckscheibenheizung nur bei Bedarf einschalten.

Tipp 4: Vermeiden Sie es, Kurzstrecken mit dem Auto zurückzulegen. Benutzen Sie das Fahrrad oder gehen Sie zu Fuß. Oft sind Sie so genauso schnell am Ziel.

Tipp 5: Den Motor nicht unnötig laufen lassen. Schon ab 20 Sekunden Wartezeit an der Ampel lohnt sich das Ausschalten des Motors. Auf Warmlaufen lassen bei verzichten ? bei Belastung wird der Motor schnell warm.

Tipp 6: Fahren Sie vorausschauend und gleichmäßig. Mit genügend Abstand zum Vordermann vermeiden Sie unnötiges Bremsen und schonen zugleich die Nerven. (WH)

 

22.3.2007:      Klimaschutzkonzept für die Metropolregion gefordert

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Verband Region Rhein-Neckar setzte sich im Verband für die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes ein. ?Die aktuelle Diskussion um den Klimawandel und die Auswirkungen auf die Bundesrepublik und deren Regionen verdeutlicht uns einmal mehr, dass es Zeit ist endlich zu handeln. Auch unsere Metropolregion Rhein-Neckar darf keine Ausnahme bilden. Wir brauchen konkrete CO2-Minderungsziele, die mindestens die EU Vorgaben erreichen?, begründet Fraktionsvorsitzender Wolfgang Raufelder die Initiative seiner Fraktion.

Der Antrag auf Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes soll auf der Tagesordnung der kommenden Verbandsversammlung am Freitag den 23. März 2007 um 10.00 Uhr im Mannheimer Stadthaus behandelt werden.

Was die Auswirkungen des Klimawandels für die Metropolregion Rhein-Neckar bedeutet, zeige eine Klimafolgekarte des Potsdamer Forschungsinstituts PIK auf. Demnach soll es in der Region bis Mitte des Jahrhunderts zu verstärkten Winterhochwasser, sommerlichen Niedrigwasserständen und Hitzewellen kommen. Der Klimawandel ist von einer wissenschaftlichen Hypothese zu einer Realität geworden. Die EU-Kommission hat erklärt, dass sie Reduzierungen der CO2-Emissionen um 30% bis 2020 und um 60-80% bis 2050 gegenüber dem Stand von 1990 für erforderlich hält, und dementsprechend bereit ist, sich in den internationalen Verhandlungen auf diese Ziele zu verpflichten, wenn die anderen Staaten entsprechende Zusagen machen.

Für Deutschland bedeuten diese Ziele eine Reduzierung der Emissionen bis 2020 um ca. 40% und bis 2050 um ca. 80%. (WH)

 

15.3.2007:      Klimaschutz: Merkel trippelt auf der Stelle

Beim Frühjahrsgipfel wollte Angela Merkel die deutsche Ratspräsidentschaft dazu nutzen Europa eine Vorreiterrolle im Klimaschutz zuzuweisen. durch ihre Rhetorik ist es ihr immerhin gelungen in der Medienlandschaft einen guten Eindruck  zu erzeugen. Doch unterm Strich bleibt das Ergebnis dürftig.

Das ?ehrgeizige Ziel? von 20% CO2-Einsparung ist bei näherer Betrachtung ein Selbstläufer. Die rechnerischen Einsparungen durch die neuen Mitgliedsländer aus Mittel- und Osteuropa betragen schon 15 % bis 2012. Also müssen bis 2020 nur noch weitere 5 % eingespart werden. Weitergehende Ziele werden an das Wohlverhalten der anderen Länder geknüpft.

Auf diese Weise kommen wir im Klimaschutz nicht weiter. Merkel weiß sehr gut, dass dies nicht reicht. Warum hat sie die EU-Debatte nicht stärker positiv beeinflusst? Sie hätte Deutschlands Führungsanspruch untermauern sollen mit dem Angebot, die Emissionen um 40 % zu senken. Wer im Klimaschutz die Führung übernimmt, gewinnt nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich einen Vorsprung. (WH)

 

8.3.2007:     S-Bahn-Umtrunk am Samstag, den 17.03.07, um 10:30 an der Brücke vor dem Neckarnarkt

Grund zum Feiern: Die S-Bahn kommt nach Neckarhausen. Zwar nicht sofort, sondern erst Ende 2015, dafür aber sicher.

Im Gemeindehaushalt wurden mit den Stimmen aller Parteien die erforderlichen Mittel bereit gestellt, bis zum nächsten Jahr sollen die Finanzierungsverträge unter Dach und Fach sein.

 

Wir - und dabei vor allem unser Fraktionsvorsitzender Gerd Brecht - haben die Planungen für eine neue Haltestelle in Neckarhausen initiiert und mit Anträgen vorangetrieben. Daher wollen wir den Erfolg mit allen Bürgern bei einem kleinen Umtrunk mit Sekt, Selters und Brezeln feiern: Am Samstag, den 17.03.07, um 10:30 an der Brücke Neckarhausen vor dem Neckarmarkt. Wir freuen uns, wenn Sie vorbeischauen! (uwa)

 

1.3.2007:     Weitreichender Klimaschutzplan von Kreisversammlung beschlossen

Der Klimaschutz wird das politische Handeln der Grünen in den Gemeinden, in Kreis und Region 2007 und in den kommenden Jahren beherrschen. Das ist das Ergebnis eines weit reichenden Aktionsplans, den die grüne Kreis-Versammlung Neckar-Bergstraße am Donnerstag letzter Woche in Schriesheim beschlossen hat.

?Die Fakten aus der Klimaforschung sind spätestens seit dem UN-Bericht nicht mehr zu leugnen, entweder wir handeln entschlossen oder wir handeln wir uns eine Klimakatastrophe unvorstellbaren Ausmaßes ein?, sagte Uli Sckerl zur Einführung. Er verwies auf den am gleichen Tag erschienenen Entwurf des 3. Teils des UN-Weltklimaberichts, in dem die Forschung ein Zeitfenster für den Klimaschutz, insbesondere zur CO2-Minderung von nur noch 15 Jahren sieht.

?Die Zustimmung der Bevölkerung für tief greifende Maßnahmen ist deutlich größer als die Handlungsbereitschaft der politisch Verantwortlichen. Darauf müssen wir setzen?, sagte die neue Kreisvorsitzende Ulrike Janson.

Die Grünen streben mit ihrem Aktionsplan ehrgeizige Ziele an. Bis 2020 soll der CO2-Ausstoss in den Gemeinden wie im gesamten Gebiet des Kreises und der Metropolregion um 40%, bis 2050 um 80% gesenkt werden. Ein wichtiges Handlungsfeld sind die Gemeinden. Die grünen Räte werden Vorschläge für konkrete CO2-Einsparziele verbunden mit Maßnahmen, mit denen die Ziele erreicht werden können, in den nächsten Wochen in die Gemeinderäte einbringen. Sie wenden sich aber auch mit einem Bündel von konkreten Vorschlägen direkt an die Bürger und die privaten Haushalte. ?Wir brauchen in jeder Gemeinde ein ganz breites Klimaschutzbündnis vor allem der Bürger, die selbst etwas tun wollen?, setzte die Weinheimer GAL-Fraktionsvorsitzende Elisabeth Kramer die Vorgabe.

Begleitend zu den Aktivitäten starten Die Grünen in den nächsten Wochen in den Gemeinden eine Aufklärungs- und Informationskampagne zum Klimaschutz, in der der Al-Gore-Film ?Eine unbequeme Wahrheit? eine wichtige Rolle spielen wird. (WH)

 

22.2.2007:    Stunksitzung macht alle Befürchtungen wahr 

Unsere Zweite Stunksitzung am letzten Freitag im Blubb erreichte neue Gipfel der satirischen Geschmacklosigkeit und bewies, dass die Grünen ? im Gegensatz zur CDU ? doch ein Karnevalsverein sind (wenigstens zeitweise).

Sitzungspräsident Gerd Brecht und sein ?Elfchenrat? wurden diesmal verstärkt durch eine waschechte Karnevalsprinzessin (Lisa Schild), geboren am 11.11. um 11.11 Uhr. Die angehende Würdenträgerin musste sich allerdings zuerst als Praktikantin in ihren Job einarbeiten.

Der ?Guru vom Unterdorf? Ulf Wacker zeigte sich diesmal im Anzug als ?Emotional-Trainer?, der die Zuschauer auf die kommende Gefühlsachterbahn einstimmte.

Uli Sckerl als der ?badische Schorsch? konnte diesmal direkt aus dem Parlament berichten und zog in gereimter Büttenrede die Landespolitik durch den Kakao. Auch Seitenhiebe auf die Edinger Lokalpolitik konnte er sich nicht verkneifen.

?Geheimwaffe A.Witz? glänzte in seiner Rolle als ?Literaturkritiker?, in der er Prominente im Originalton zu Wort kommen ließ, ging aber dann ?nach hinten los? und stellte er die Geduld der Grünen auf die Probe, indem er über ihre Grundwerte witzelte und an Joschka Fischer kein gutes Haar mehr ließ. 

Weitere Höhepunkte des Abends waren u.a. der Auftritt von Jürgen Weiser als ?Grölemeier? mit seinem Lied ?Grüne nehm?n auf?n Arm..? und der urkomische Dialog von Anne Heitz und Monika Haas über Schillers Schreibtisch.

Betreffs Bürgermeisterwahl konnte Ulf Wacker seiner Nachbarin Angelika Füllemann von einer Kandidatur nur abraten, da die Edinger niemals eine Neckarhäuserin wählen würden und die Neckarhäuser sie schon gar nicht wählen könnten, seit sie nach Edingen gezogen ist. Die musikalische Begleitung übernahm die Band ?Friday Underground? (alias: Chapter Five). Der Platz reicht hier bei weitem nicht, um alle Beiträge entsprechend zu würdigen. Auf unsere Homepage gibt es dazu Bilder und weitere Berichte. (WH)

 

15.2.2007:     Grüne kämpfen weiter gegen Zugstreichungen in Region und Land 

"In allen Fahrplankonferenzen, auch der für die Rhein-Neckar-Region,  ist deutlich geworden, dass viele der zur Streichung vorgesehenen Zugverbindungen massive Verschlechterung  für Pendler und Schüler bedeuten", begründete nun der Grünen-MdL Uli Sckerl einen letzten Versuch seiner Fraktion, doch noch eine teilweise Aufstockung der Landeszuschüsse zu erreichen. Die Grünen beantragen deshalb in der letzten Lesung des Landeshaushaltes am morgigen Mittwoch 5 Mio. EUR jährlich, um wenigstens die schlimmsten Folgen von Zugstreichungen noch für den  Sommerfahrplan vermeiden zu können.

In der vergangenen Woche waren Anträge der Grünen und der SPD im Landtag gescheitert, den Schienenverkehr im bisherigen Umfang beizubehalten. In der namentlichen Abstimmung hatten auch die Abgeordneten der Regierungsfraktionen aus der  Rhein-Neckar-Region für die Streichungen gestimmt. Sckerl berichtete nun aus der Landtagsdebatte, dass selbst Innenminister Rech zugestehen musste, einige Härten überprüfen zu müssen.

Der Vertrag des Landes mit der Deutschen Bahn beinhalte allerdings, dass jetzt abbestellte Züge  mit einer Ersparnis von Euro 5,80 pro km später nur zu einem höheren Preis - nämlich Euro 8,50 pro km - wieder bestellt werden können. Wenn also aufgrund der Erfahrungen in den Regionen zum Winterfahrplan Verbindungen wieder aufgenommen werden müssten, so Sckerl, sei der gleiche Zugkilometer plötzlich Euro 2,70 teurer. Das ergebe sich aus dem "grottenschlechten" Verkehrsvertrag des Landes mit der DB.

"Wenn es möglich ist, über Nacht für eine Privatuniversität 1,5 Mio. Euro zusätzlich im Landeshaushalt zu entdecken, und wenn das Geld des Nahverkehrs dafür reicht, beim Sechstage-Rennen in Stuttgart ein Team mit dem größten Reklamestand der Halle zu sponsern, dann gibt es keine Ausreden mehr. Unser Antrag ist die letzte Weiche vor dem Prellbock", so Sckerl. (WH)

 

8.2.2007:     UN-Klimabericht ist die letzte Klimawarnung - Land und Bund müssen endlich handeln

Der neue UN-Bericht ist eine eindrucksvolle Warnung. Wer sein Nichtstun künftig immer noch hinter angeblicher wissenschaftlicher Unsicherheit versteckt, handelt verantwortungslos und zynisch.

Der Klimawandel wird katastrophale Folgen für Natur, Gesellschaft und Umwelt haben. Nur wenn rasch und radikal gehandelt wird, können die schlimmsten Auswirkungen noch verhindert werden. Aber die Regierungen auf Landes-und Bundesebene haben außer Sonntagsreden zum Klimaschutz wenig zu bieten. Die tollen Reden von Oettinger und Merkel zum Klimaschutz erweisen sich gerade jetzt als heiße Luft. Sobald ein Autokonzern anfängt zu hupen, schalten der Ministerpräsident und die Kanzlerin in den Rückwärtsgang. Sie müssen endlich durch reale Taten untermauern, dass sie es mit dem Klimaschutz ernst meinen.

Wir Grüne fordern als Antwort auf den UN-Bericht: Die Bundes- und Landesregierungen müssen sofort ein neues nationales Klimaziel verkünden: Die Senkung der Treibhausgasemissionen bis 2020 um mindestens 40 Prozent und bis 2050 um mindestens 80 Prozent gegenüber 1990. Das schafft die Grundlage, um bis Mitte 2007 ein EU-Ziel von minus 30 Prozent durchzusetzen. Niemand hindert Deutschland und Baden-Württemberg, mit gutem Beispiel voranzugehen. Während der EU- und G8-Präsidentschaft muss die Bundesregierung den Klimaschutz konsequent zum Thema machen und auch die US-Regierung mit Forderungen konfrontieren.

Der Streit über die CO2-Grenzwerte für Autos ist angesichts des Klimaproblems unfassbar: Statt die sinnvolle Initiative von EU-Umweltkommissar Dimas konsequent zu unterstützen, machen sich Oettinger und Merkel zum Büttel der deutschen Autoindustrie und bekämpfen die Vorschläge mit allen Mitteln. Das schadet dem Klimaschutz und hilft auf Dauer auch nicht der Autoindustrie. Sie sollte lieber ihre Hausaufgaben machen und sich auf die Märkte von morgen einstellen: Dort werden auf Dauer nur effiziente, klimafreundliche Autos eine Chance haben.  (WH)

 

1.2.2007:       Kürzungen im Bahnverkehr sind falsch und vermeidbar 

Der Ortsverband der Grünen Edingen-Neckarhausen ist empört über die jetzt bekannt gewordenen Kürzungspläne der Landesregierung im Bahnverkehr auf den Strecken der Region und des Rhein-Neckar-Kreises.

Nach einer den Grünen vorliegenden neuen ?Streichliste? sollen von dem landesweit geplanten Kürzungsvolumen knapp 10% zu Lasten der Metropolregion Rhein-Neckar gehen: Auf insgesamt 27 Bahnstrecken sollen pro Jahr 2,1 Millionen Zugkilometer entfallen, davon betreffen 195.022 Zugkilometer auf diese 5 Strecken in der Metropolregion:  Mannheim-Frankfurt; Osterburken-Heidelberg-Mannheim; Karlsruhe-Mannheim; Heilbronn-Heidelberg-Mannheim; Germersheim-Bruchsal.

Für den grünen MdL Uli Sckerl ist es absurd, wenn trotz bester Auslastung im Bahnverkehr der Region und nur geringem Zuschussbedarf  Kürzungen vorgenommen werden: ?Wenn dies umgesetzt wird, kommt es zu massiven Einbrüchen beim Bahnverkehr. In der Folge werden viele Pendler, z.B. nach Heidelberg und Mannheim auf die eh schon übervollen Straßen und Autobahnen der Region ausweichen müssen?. 

Die Kürzungen im Eisenbahnverkehr sind eine Folge der Sparbeschlüsse der großen Koalition in Berlin. Die Grünen sind aber überzeugt, dass die Kürzungen leicht aufgefangen werden könnten. Am 17.1.07 haben die Stuttgarter Regierungsfraktionen für 2007 und 2008 je 15 Mio. EUR für das umstrittene Projekt ?Stuttgart 21? aus dem Doppelhaushalt gestrichen. Das reicht völlig aus, um alle zur Streichung anstehenden Züge zu erhalten. 

Für den grünen Vorschlag spreche nicht nur die anziehende Konjunktur, die den Berufsverkehr und damit die Nachfrage für den Bahnverkehr verstärkt, sondern auch der schlechte Vertrag des Landes mit der Bahn. Sckerl: ?Wenn das Land dieses Jahr über 2,1 Millionen Zugkilometer streicht und dieselbe Leistung im Jahr 2008 wieder bestellen will, dann muss es laut Vertrag pro Jahr 5 Millionen ? mehr bezahlen, als wenn die Leistung dauerhaft erhalten bleibt. Es wäre ein Schildbürgerstreich, der Bahn das Geld so in den Rachen zu werfen.?  (WH)

 

25.1.2007:       Auch 2007 Genmaisversuche in Ladenburg

Jetzt wurde bekannt, dass auch in diesem Jahr wieder Genmais in Ladenburg angepflanzt werden soll. Das bad.-württbg. Landwirtschaftsministerium will im Auftrag des Bundessortenamtes auf 2 Flächen à 1.000 und 700 qm. im Bereich des Rosenhofes die mit einer neuen / verlängerten EU-Zulassung bedachte GVO-Maissorte MON 810-6 weiter testen (Stichwort : "Insektenresistenz"). Das ist umso bedeutsamer, als das Bundeslandwirtschaftsministerium neue Erleichterungen für die grüne Gentechnik plant. ?Horst Seehofer öffnet die Scheunentore bei der Forschung und den Entschädigungsregeln?, sagte Künast in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Berlin zu entsprechenden Plänen des CSU-Landwirtschaftsministers.

Künast warnte insbesondere vor der Umsetzung zweier Punkte. So wolle Seehofer Agrarprodukte aus Versuchen mit Auskreuzung verkäuflich machen, also aus der Übertragung von Genen. Dies sei unverantwortlich im Hinblick auf die in früheren Versuchen deutlich gewordenen Gefahren.

Zudem drohten Bauern wegen Gen-Verunreinigungen entschädigungslos auf ihren Produkten sitzen zu bleiben, kritisierte Künast. Hintergrund ist der Plan eines Schwellenwerts von 0,9 Prozent zufälliger, technisch nicht vermeidbarer Beimischungen gentechnisch veränderter Organismen. ?Für die Biobauern kann das sofort tödlich sein?, sagte Künast, da die Verbraucher hier besonders sensibel gegenüber Gentechnik seien. Aber auch konventionellen Bauern droht die Kündigung von Lieferverträgen. Darüber hinaus besteht die akute Gefahr, dass selbst die 0,9 Prozent in einigen Jahren überschritten werden, da es zu wenig finanziellen Druck gibt, Verunreinigungen zu vermeiden. (WH)